Mit dem Wohnmobil durch BeNeLux (2018) – Tag 6

Wir sind zurück, wir sind wieder in Griesheim. Das Wohnmobil steht im Hof und muss morgen zurück nach Mannheim. Aber: Eine Nacht bleibt uns noch, Leon und ich verabschieden uns von „unserem Zuhause“ in dem wir dort die letzte Nacht verbringen.

Heute morgen hatten wir bei unseren Freunden in Luxemburg ein tolles, leckeres und entspanntem Frühstück. Es ist schön, wenn man Menschen wieder sieht und gleich so weiter macht, als wäre das Gespräch nur kurz unterbrochen gewesen, weil eine der Personen kurz auf Toilette war. Das wir diesmal gleich einen Nachmittag und diesen Vormittag zusammen hatten, ist daher doppelt schön gewesen. Daniel und Julia, vielen Dank! Es war echt schön bei euch.

Als Chrissy dann aber zu Leon sagte, das wir jetzt wieder nach Hause fahren, antwortete er: „Aber Mama, das Womobi ist doch unser Zuhause“. Den Hinweis das wir es wieder abgeben müssen, beantwortete er mit einem trotzig aufgestampften „Nein, ich will das aber garnicht!“.

Gegen Mittag sind wir dann aufgebrochen, mit „unserem Zuhause“ in Richtung Heimat. Die Autobahnen waren leer und quasi auch keine Baustellen auf der Strecke. Auch, weil uns das Navi diesmal, auch verkehrsbedingt, statt über das Saarland über Trier lotste. Die Strecke ist sehr schön, führt sie doch über hohe und lange, ganze Täler überspannende, Brücken, entlang von Rhein und Main bis ins Rhein-Main Gebiet. Es war vorerst die letzte lange Fahrt auf dieser Reise, daher ist es nun auch Zeit für eine persönliches Zusammenfassung. Mich hat diese Reise folgendes geleert:

1. Ein Wohnmobil ist wie ein Kreuzfahrtschiff zu Land, nur besser! Man sieht sehr viel, wer möchte kann jeden Tag etwas anderes sehen. Lediglich die Distanzen sind kürzer und die Überfahrten müssen selbst bewerkstelligt werden. Dafür sieht man auch wären der Überfahrt sehr, sehr viel. Zudem lässt sich im Wohnmobil spontan entscheiden, einen zweiten oder dritten Tag an Ort und Stelle zu verbringen oder spontan irgendwo zu halten, weil es jetzt gerade genau dort so schön ist. Malmedy hätten wir sonst wohl nie besucht.

2. Man sieht im Wohnmobil Gegenden, die man mit dem PKW nicht anfahren würde weil der PKw meistens an das Ziel bringt und bei einer Reise mit dem Flugzeug zu abgelegen wären. Bei einem Wohnmobil ist die Reise das Ziel. Der Rest sind nur mögliche Orientierungspunkte.

3. Die Welt ist wunderschön, nicht nur in der Karibik, Manhattan, Australien, China oder Afrika, sondern unmittelbar vor der eigenen Haustür. Man muss sie nur entdecken wollen.

4. Flugreisen führen in der Regel nur zu touristischen Hochburgen oder ins absolute Abenteuer. Etwas dazwischen gibt es selten. Das Wohnmobil ermöglicht beides zugleich.

5. Camper sind eine enge Gemeinschaft, Grenz- und Nationalitätenübergreifend. Es dauert normal nur wenige Minuten bis man von jemand anderem angesprochen wurde. Oft entstanden daraus interessante und abwechslungsreiche Gespräche. Zudem, ähnlich den Motorradfahrern, grüßen sich Wohnmobilfahrer gegenseitig, wenn sich zwei Wohnmobile auf der Landstraße oder im Ort entgegen kommen. Zudem ist es an Wohnmobilhäfen oder Campingplätzen auch sicher (was am Straßen- oder Stadtrand) nicht immer der Fall ist. Camper passen quasi auf einander auf, vielleicht auch weil dann doch alle das selbe Hobby haben und irgendwie im „selben Boot“ sitzen.

6. Es ist eine Kostenfrage. Der Diesel ist billiger als Benzin und in der Regel auch als das Flugzeug. Der Wohnmobilhafen ist günstiger als Das Hotel und in der Regel nicht schlechter gelegen (teilweise sogar besser). Wir haben einmal 25 Eur pro Nacht für das Wohnmobil, zwei Erwachsene und ein Kind, Strom, Frischwasser sowie Abwasser- und Toilettenentsorgung bezahlt. Am günstigsten war es mit sieben EUR für all das. Und an Tagen an denen kein leeren/auffüllen notwendig ist, kann man (muss aber nicht), kostenlos im Wohngebiet stehen.

Wie sagte bereits der deutsche Dichter Matthias Claudius, „wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen.“ Erzählen kann man von Erinnerungen und machen Erinnerungen das Leben nicht erst lebenswert?

Aus all den Gründen ist in mir der Entschluss gereift, ein Wohnmobil anzuschaffen. Gebraucht, nicht neu – daher heißt es jetzt suchen und abwarten. Vielleicht wird es ja dieses hier aus dem Urlaub, aber erst im nächsten Jahr, denn dann haben wir es im Sommer für unsere drei Wochen durch Südschweden erneut und danach wird es wohl als Gebrauchtfahrteug verkauft.

Ideen für mögliche Ziele gibt es bereits genug. Entlang der Côte d’Azur nach Andalusien, entlang der Amalfiküste oder als Rundreise durch Irland und Schottland. Aber auch Städtetrips wie bspw. Tallin, St. Petersburg, Prag oder Rotterdam sind möglich. Zudem denke ich auch an Wochenendausflüge zu den Schlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau, Burg Hohenzollern, das Tropical Island in Berlin oder das Eurodisneyresort Resort Paris. Auch wenn es nur alle zwei Monate ein Wochenende ist, die Welt ist zu schön um sie nicht zu entdecken und Urlaub – einfach raus hier – tut sehr gut (und über all anders fliegen Nachts weniger Flugzeuge bei gleichzeitig ganztags besserer Luft, als im Rhein-Main-Gebiet). In der übrigen Zeit lässt es sich privat vermieten, inkl. entsprechender Zusatzversicherung.

Bei all den Plänen ist es aber sehr um mich Rum schon wieder sehr ruhig geworden, Leon schläft bereits und auch für mich ist es nun an der Zeit für die letzte Nachtruhe im Wohnmobil und daher auch an der Zeit den (vorerst) letzten Beitrag im Reiseblog abzuschließen.

Hier noch einmal der auch weiterhin Passwort geschützte Bereich, mit vielen weiteren Bildern von und mit uns: https://comwo.ddns.net/owncloud/index.php/s/tSafubHWs9Gef4v

Vielen Dank an alle die gelegentlich oder regelmäßig reingeschaut und mitgelesen haben. Das es im Schnitt zehn bis zwölf Zugriffe pro Tag waren, hat mich überrascht und ungemein gefreut. Spaß hat mir das bloggen ohnehin gemacht. ist es doch eine andere Art des Fotobuchs und erzählt in zwanzig Jahren vielleicht Geschichten detaillierter als das ein oder andere Foto alleine.

Daher: Schweden kommt im Sommer 2019, vielen Dank euch allen und gute Nacht!

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Mit dem Wohnmobil durch BeNeLux (2018) – Tag 5

Guten Abend aus Luxemburg, der letzten Stadion unserer BeNeLux-Kreuzfahrt.

Da es bereits recht spät ist, wird der heutige Beitrag deutlich kürzer, als seine Vorgänger. Nach einem entspanntem Morgen und einem ausgiebigem Frühstück haben wir das Wohnmobil neu ausgerüstet um zwei Tage autonom auszukommen und fuhren los.

Von Malmedy ging es durch die Ardennen nach Luxemburg. Die Ardennen sind wunderschön, die Landstraßen schlängeln sich wie eingegossen zwischen endlosem Grün und flache Bergen durch die Landschaft. Mit den vielen kleinen Ortschaften, alten Backsteinhäusern und kleinen Wäldern fühlt man sich direkt in der Zeit zurück versetzt. (Bilder werden morgen nachgereicht). Da sieht der alte Traktor aus den 60ern garnicht mehr wie ein Oldtimer aus.

In Luxemburg angekommen, musste wir bei 1,18EUR/Liter Diesel nachtanken und fuhren nach einem kurzen Einkauf direkt zu unseren Freunden. Luxemburg – eine amüsante Mischung aus der Schriftsprache Deutsch, der Bürokratiesprache Französisch und der Verkehrssprache Letzenburgisch.

Nach einer phantastischen Pizza und dem ein oder anderem Sekt/Bier ging es es dann ins Wohnmobil, das heute schlicht in der Parkbucht im Wohngebiet steht.

Morgen geht es zurück, das stimmt traurig. Mit dem Wohnmobil habe ich eine perfekte Mischung aus Urlaub, Sightseeing, Kreuzfahrt und Ferienwohnung gefunden und in mir reift der Entschluss, ein solches gebraucht zu kaufen und vor allem an den Wochenenden zu nutzen. Die Welt ist viel zu schön, um immer wieder die selben Orte zu sehen und die Umgebung ist viel zu schön, um immer wieder zu fliegen. Die übrige Zeit könnte es vermietet werden, auch der ADAC vermittelt bspw. inkl. Versicherung.

Na ja, eines nach dem anderem, jetzt geht es erstmal zu Bett. Morgen gibt es noch einen letzten Beitrag und dann spätestens wieder im Sommer 2018, bei unserer Rundreise durch Südschweden.

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Mit dem Wohnmobil durch BeNeLux (2018) – Tag 4

Bonne soirée ensemble!

Heute sind wir nach Lüttich gefahren. Bereits von der Autobahn über die Berge kommend sieht man imposante Bauwerke und die Stadt macht bereits von weitem einen interessanten Eindruck. Gesehen haben wir sie jedoch nicht, denn die Campingplätze und Wohnmobilhäfen sind so weit außerhalb (etwa 15km). Irgendwo in der Stadt konnten wir leider nicht parken, das haben unsere Vorräte an Wasser und Restkapazität von Toilettenkassette und Grauwassertank nicht hergegeben. Daher haben wir unser Ziel am Straßenrand von Lüttich stehend, spontan geändert. Bei sommerlichen Temperaturen um die 26 Grad fuhren wir bei strahlendem Sonnenschein weiter zu unserem neuen Ziel.

Dieses brachte uns bereits etwas mehr in Richtung Luxemburg, relativ nahe an die deutsche Grenze. Zudem wechselten wir vom Deutsch/Niederländischen Teil Belgiens in den französischen Teil.

Der Ort an dem wir heute waren, wurde erst im 6. Jahrhundert gegründet und litt sehr oft unter der Politik. Das erste Leiden ereilte den Ort mit der französischen Revolution, wo er erstmals anektiert wurde. Im Stadtzentrum steht eine sehr beeindruckende Chatedrale.

Insgesamt versprüht auch dieser kleine Ort, mit seinen verhältnismäßig wenig Sehenswürdigkeiten, teilweise einen mittelalterlichen Charme.

Anschließend wurde der Ort dem preussischen Reich zugewiesen, was er bis Ende des ersten Weltkriegs auch blieb. Ein Zeuge dieser Zeit ist daher auch der ehemalige Sitz des preussischen Landrats und der späteren Baltia-Regierung.

Nach dem ersten Weltkrieg wurde der Ort Teil der Niederlande und blieb dies auch, bis zum zweiten Weltkrieg. Hier überrannte die Wehrmacht im sogenannten Westfeldzug die BeNeLux-Staaten, um die stark gesicherte Grenze zwischen Deutschland und Frankreich zu umgehen und in Frankreich einzufallen. Auch am Ende des Krieges rückte der Ort noch einmal in den Blickpunkt. Währen dem letzten Aufbäumen der Wehrmacht während der sogenannten Ardennenoffensive kam es zu einem der schlimmsten Massaker des Krieges, bei dem 80 amerikanische GIs zusammengetrieben und mit MGs von LKWs herunter erschossen wurden. Im Gegenzug bombardierte die US-Luftwaffe den Ort bis auf die Grundmauern nieder. Zwei bekannte Filme arbeiten diese Gräueltat auf und auch im Film der längse Tag ist dieser Ort durch ein „verdrehtes“ Straßenschild verewigt.

Auf Grund der sehr unruhigen Geschichte und der damit verbundenen wechselhaften Zugehörigkeit nennt man den Ort auch den „ersten Europäer“.

Die Stadt liegt in unmittelbarer Nähe der Rennstrecke des belgischen Grande Prix Spa-Francorchamps und ist wegen seiner Natur und den vielen kurvigen Strecken sowohl bei Radfahrern als auch bei Motorradfahrern als Zwischenstopp sehr beliebt. Am Marktplatz gibt es mehrere Cafés. Ganz links kam die Bedienung die außer Französisch scheinbar keine andere Sprache beherrschte (weder Deutsch, noch Englisch oder Niederländisch) und uns schlicht eine Karte gab, dann aber nicht mehr kam und wir nach knapp dreißig Minuten das Kaffee gewechselt haben. Dabei hätten wir doch sogar auf französisch bestellen können: „Nous aimerions avoir un cappuccino, un café glacé, une juce d’orange pressé et une boule de glace à la framboise, s’il vous plaît.“ Zugegen, die Himbeeren müssten wir googeln, aber der Rest klappte auch so.

Im Café nebenan wurden wir direkt bedient und der Keller störte sich auch nicht daran, das wir unser Schulfranzösisch mit etwas Englisch unterfüttern mussten. Und auch in der Bäckerei wechselte die Bedienung, als sie merkte daß wir ihre Erklärung der unterschiedlichen Brote nicht verstehen, direkt ins (zugegeben recht gute) deutsche.

Das alte Radhaus und die Kapelle der Sid ebenfalls beliebte Sehenswürdigkeiten des Orts.

Morgen geht es dann weiter nach Luxemburg, doch wo waren wir heute eigentlich und was wollten wir im Café bestellen? Die Antwort gibt es im Beitrag morgen, doch wer möchte kann sich im Blog registrieren und die Lösung in die Kommentare schreiben. Der oder die schnellste bekommt einen süßen Gruß aus Belgien.

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Mit dem Wohnmobil durch BeNeLux (2018) – Tag 3

Ich habe sie gehört, die gesamte Odyssee über 115km, von den Niederlanden nach Belgien – die Sirenen von Leonidas. Gefunden haben wir sie auch, doch wir waren stark und noch nicht drin. Dafür waren wir in einem anderen Süßwarenladen, aber der Reihe nach.

Wir haben heute länger geschlafen als sonst, waren aber später dran als gestern. Nach einem gemütlichen Frühstück haben wir unser Zuhause nochmal komplett reisefertig gemacht. Das bedeutet Grauwassertank sowie Toilette leeren, Frischwasser auffüllen und von der Steckdose auf Batterien wechseln. Das klingt lange, dauert aber zusammen maximal 10 Minuten.

Nach dem auschecken auf dem Campingplatz hieß es dann Abschied nehmen von den Niederlanden und der Nordseeküste und es ging direkt Richtung Brügge in Belgien. Unterwegs haben wir festgestellt, das die Niederländer mit ihren Autobahnauffahrten nicht nur die Probleme der notorischen Linksfahrer beheben und das einfädeln erleichtern, sie bauen auch die besseren Kreisel. Zu 80% zweispurig, einmal für die erste und zweite Ausfahrt, einmal für die zweite und dritte Ausfahrt bzw. die komplette Wende. Das ermöglicht mehr PKWs im Kreisel und macht das blinken beim ausfahren, das bei uns so gerne vergessen wird, obsolet.

Der Grenzübergang von den Niederlanden nach Belgien war kaum zu erkennen. Lediglich ein Schild zwischen zwei Häusern einer Ortschaft und der abrupte Wechsel der Straßenlaternen, zeugten von dem Wechsel der Grenze. Beeindruckend wie eng manche Länder in der EU schon zusammen gewachsen sind.

In Brügge angekommen, haben wir heute statt eines Campingplatzes einen Wohnmobilhafen angesteuert. Ein ebener Platz, mit Frischwasser und Strom, sowie Abwasser- und Toulettenentsorgung. Mehr braucht man eigentlich nicht und sogar das nichtmal täglich. Einziges Manko, hier gibt es kein WLAN, aber das habe ich von Zuhause mitgenommen 😉 Besonders toll ist jedoch, das der Wohnmobilhafen nur knappe 1,1km von Stadtzentrum entfernt ist. Also runter mit den Rädern und rauf aufs Rad. Das ist übrigens etwas, was mir vorher garnicht bewusst war. Eine Stadt mit dem Rad, statt mit der Metro, zu Fuß, dem Hop in Hop Off Bus oder einem Mix aus den letzten dreien, zu erkunden, ist phantastisch. Man sieht mehr, ist schneller und kommt dennoch mitten durch. Zudem ist es günstiger und unweltfreundlicher. Mittlerweile muss ich sagen, die Kombination aus Wohnmobil und Fahrrad ist sowohl für einen Städtetrip, als auch für einen Roadtrip und auch für einen Strandurlaub genial. Und wer nicht kochen möchte, kann essen gehen oder sich beliefern lassen.

Na ja, Brügge jedenfalls ist absolut sehenswert. Eine wunderschöne Stadt, die sich den verklärten Charme des Mittelalters bewahren konnte, einen Hauch von britischer Vorstadt besitzt und gleichzeitig Drehort für Harry Potter hätte sein können.

Neben vielen kleinen Cafés mit großen Preisen (Cappuccino 5 EUR, großartiges belgisches Bier 5,50 EUR, Vanilleeis mit Sahne und Erdbeeren 10,50 EUR), drei große Kirchen/Kathedralen und dem Fluss mit seinen Nebenarmen, gibt es auch noch viele kleine Details wie den alten Fischmarkt oder das älteste erhaltene Krankenhaus der Welt (siehe folgende Bilder).

Der Satz des Tages kommt jedoch von Leon. Die Kathedralen sind beeindruckend, sehr schön restauriert (bis auf einen Taufraum der bewusst konserviert wurde).

In einer der Kirchen befanden sich zwei Schreine, einer davon komplett aus Silber, der andere mit einem extrem hohen Goldanteil. Leon, der bereits müde würde, saß auf meinen schultern und sah sich interessiert um. Neben uns ein deutscher Tourist mit Spiegelreflexkamera der gerade versuchte die Stelle mit der perfekten Perspektive und der perfekten Beleuchtung zu ermitteln, befand sich neben uns. Ich drehte mich gerade um und wollte gehen, da schaute Leon nochmal den Touristen an und sagte ganz trocken und aus dem Nichts heraus: Das ist alles nur aus Plastik! Ob der Tourist seine Bilder von den Schreinen dann noch gemacht hat, weiß ich nicht. Wir haben welche.

Wir haben unseren Rundgang dann mit einer wunderschönen, knapp dreißigminütigen Bootstour und einem Bier am Marktplatz beendet.

Den Tag beendeten wir dann mit einem leckeren Essen zuhause.

Bevor wir uns gleich zur Nachtruhe betten und uns der morgige Tag nach Lüttich führt, beende ich den heutigen Blogbeitrag mit ein paar Bildern, von denen ich sonst nicht gewusst hätte, wohin.

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Mit dem Wohnmobil durch BeNeLux (2018) – Tag 2

Heute morgen klingelte der Wecker sehr früh – um genau zu sein war es nicht direkt der Wecker, eher so was ähnliches… Unser jüngster Reisebeleiter begrüßte uns um 6:10 Uhr: „Weißt du, ich kann nicht mehr schlafen!“ Wer braucht schon Urlaub wenn er Kinder hat 😉

Dementsprechend früh konnten wir in den Tag starten. Frühstücken, Wasser Kanistertank nachfüllen und los. Eigentlich wollten wir auch den Grauwassertank (Abwasser der Waschbecken und Dusche) leeren, trauten wir doch der Anzeige nicht, das dieser, trotz zwei Mal abspülen, duschen und Zähneputzen noch immer leer sei. Der befürchtete Defekt der Anzeige stellte sich jedoch als Bedienfehler heraus, den neben unserem Wohnmobil befand sich ein kleiner Bach, der irgendwie seinen Ursprung unter dem Auslass unseres Grauwassertank besaß. Zufälle gibt es. Anders machen es die Hotelschiffe in Amsterdam doch auch nicht, außer das die ihren Fluss bereits haben und nicht erst einen entstehen lassen. Das leeren war daher schnell erledigt, Tank erstmals zugedreht und los.

Die Fahrt nach Burgh Haamstede war sehr schön und führte uns direkt durch das Hafenviertel von Rotterdam. Parkdecks an den Kais ohne Ende, Container soweit das Auge reicht und Tanks, damit könnte man Europa sicher monatelang mit Öl und dessen Folgeprodukten versorgen. Aber auch auf den Gleisen neben den Kränen befanden sich mehr auf ihre Abfertigung wartende Züge als die Deutsche Bahn pünktliche Züge hat. Und auf ganz, ganz vielen Containern stand DHL!

Wir fanden die Fahrt alle sehr beeindruckend. Na ja, alle die sich wahren, Leon schlief nämlich. Kann man ja Mal machen, wenn man schon so früh aufstehen muss um alle anderen zu wecken, kann man sich auch Mal ein Nickerchen gönnen…

In Burgh Haamstede angekommen, sind wir erstmal in die Innenstadt. Wir mussten endlich mal einkaufen und wollten Fisch essen. Ein Parkschein für 1,50 EUR/Stunde okay, aber brauchen wir jetzt einen oder zwei. Es ist ja nur ein Fahrzeug, aber es steht nunmal auf zwei Parkplätzen. Was können wir denn dazu das die Parkplätze so kurz aber unsere Auto 6m lang ist. Wir haben einen Parkschein genommen, no risk no fun.

Nach dem Einkaufen ging es zum Campingplatz. Wohnmobil abstellen, Fahrräder abladen und bei sonnigen 20 Grad, teilweise in kurzen Klamotten, mit den Rädern durch die wunderschönen Dünen. Herrlich, die klare und saubere Luft so unbeschreiblich gut!

An der Nordsee selbst, direkt am Strand waren wir nicht. Der Weg dorthin war nur zu Fuß zu erreichen und es wahr wahnsinnig windig, für entschieden wir uns fürs Rad fahren. Wir blieben aber immer in ihrer Nähe und haben sie das ein oder andere Mal gut sehen können.

In Burgh selbst haben wir dann noch spontan eingekauft. Leon brauchte ein paar Socken. Das schöne am Wohnmobil ist, mannha sein Heim dabei und muss sich nicht um einen Koffer im Auto oder 20kg im Flugzeug beschränken. Wenn man sich jedoch selbst beschränkt in dem man schlicht vergisst, die Socken für Leon einzupacken, muss man sie dann doch vor Ort zukaufen. Bei einem Demeterladen wurde Leon dann noch magisch von Erdbeeren angezogen und mich rief ein Schwarzschimmelkäse so sinnlich, wie einst die Sirenen wohl nach Homer gerufen haben.

In den Landal Resorts Haamstede haben wir dann noch einen weiteren Zwischenstopp eingelegt um ein paar Bekannte zu besuchen, ehe es dann zurück zum Campingplatz ging.

Dort gab es dann noch eine Runde Spielplatz für Leon, nette Gespräche mit anderen Wohnwagenfahrern und zuletzt ein gemütliches Abendessen mit Käse, Erdbeeren, Brot, Vla, Heineken und dann kehrte langsam wieder Ruhe ein. Morgen geht es dann weiter nach Brügge in Belgien. Jedenfalls ist das aktuell noch der Plan, Mal schauen was es morgen wird, wir hatten kurz auch damit geliebäugelt, noch einen Tag hier zu bleiben. Unseren Stellplatz müssten wir dann aber wechseln, unserer ist ab morgen reserviert, zudem würde aber die Strecke nach Lüttich übermorgen dann sehr weit werden und zudem fängt es gerade heftig an zu regnen.

Mal schauen wir sie Autobahnen in Belgien sind. Hier in Holland, wahrscheinlich aber auch im Rest der Niederlande, wird der Beschleunigungsstreifen zu einer eigenen Spur. Die Linke Spur endet an dieser Stelle und wird mit der Recht daneben zusammen gefasst. Sehr clever, denn es bremst automatisch Raser ganz links aus und verhindert notorische Libksfahrer. Mal schauen wie es morgen wird. Ich höre schon wieder die Sirenen rufen, diesmal jedoch nicht die Sirenen des holländischen Käses sondern die der belgischen Leonidas. Was eine Odyssee …

Da jedoch in der Zwischenzeit die Frage nach Fotos von uns kam und ich diesen Blog nach unserer Rückkehr wahrscheinlich vom Passwortschutz befreien werde, hier ein Link mit Bildern von uns, der dauerhaft sein Passwort behalten wird und dafür aber auch Bilder von uns zeig, das Passwort ist das selbe wie für diesen Reiseblog: https://comwo.ddns.net/owncloud/index.php/s/tSafubHWs9Gef4v

In diesem Sinne verabschiede ich mich mit den Worten eines alten Freundes, Graf Duckula – „Gute Nacht da draussen, was auch immer du sein magst“.

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Mit dem Wohnmobil durch BeNeLux (2018) – Tag 1

Einen schönen guten Abend aus den Niederlanden. Nach dem wir heute morgen unser erstes Frühstück im Wohnmobil zu uns genommen hatten, wollten wir die Fahrt nach Den Helder fortsetzen um dort mit den Rädern die angeblich wunderschöne Insel Texel (gesprochen noch immer „Tessel“) zu erkunden. Leider hat es jedoch angefangen, Bindfäden zu regnen und die Autobahn war ein einziger Stau. Aus diesem Grund sind wir nur bis Amsterdam gefahren. Hier stehen wir nun auf dem Amsterdam City Camp. Eigentlich nur eine geschotterte, ebene und umzäunte Fläche in einem ehemaligen Werftgelände, die in 100 Parkplätze eingeteilt wurde, über Außensteckdosen verfügt um die Wohnmobile anzuschließen und über WLAN, Frischwasser und Abwasserentsorgung sowie Toilettenentleerung verfügt. Letzteres ist ja eine super saubere und schnelle Sache – hätte ich garnicht gedacht.

Das Wertgelände umfasst mittlerweile eine riesige Kunstgallerie. Manche Kunstwerke stehen auch im Freien.

Einige hundert Meter befindet sich ein mehrstöckigen Containerbau. Bei uns würde man wohl denken, es handele sich um ein provisorisches Flüchtlingsheim, in Amsterdam sind das günstige Studentenwohnheime. Diese sind immens wichtig, warum erfährt ihr später. Immerhin sind sie voll klimatisiert.

Von dieser Seite der Amstel, nach dem Fluss wurde die Stadt Amsterdam benannt, fahren wir mit der Fähre in die Innenstadt. Die Fähren sind in der quasi autofreien Innenstadt mit das wichtigste Verkehrsmittel und obendrein kostenlos! Ein kostenloser ÖPNV, damit werben in Deutschland derzeit die kleinen Parteien. Auch in anderen Dingen sind sie Niederländer aufgeschlossener als wir. Sind die meisten Taxen bei uns dicke, stinkende Mercedeskarren, fahren hier überwiegen elektrische Tesla, Opel Ampera oder Toyota herum. Manchmal glaube ich, wir hängen 10 Jahre zurück und denken nur wir sind der Zeit vorraus. Das Rauchverbot hier gleicht seit 1990 dem heute in den meisten Bundesländern Deutschlands gültigen. Lediglich 2004 wurde das Gesetz um ein Rauchverbot an öffentlichen Plätzen erweitert. Ein Luisenplatz ohne Raucher? Ich denke das bleibt ein Traum, so ist Deutschland immerhin das einzige Land in der EU, das noch immer Tabakwerbung auf Plakatwänden zulässt.

Neben den Fähren und der Metro noch viel wichtiger, die Fahrräder. Sie stehen an allen Ecken und allen Geländern. Die Mehrheit der nur 150.000 Einwohner, Darmstadt hat zum Vergleich 160.000 Einwohner, fährt mit dem Rad. Hierfür gibt es an vielen Stellen extra Parkhäuser. Das auf dem Bild hat 3000 Stellplätze.

Insgesamt gibt es knapp 25.000 Stellplätze und weil ab nächstem Monat das Abstellen der Fahrräder nur noch in diesen Parkhäusern gestattet ist, wird ein neues Parkhaus gebaut. Mitten in den Fluss, der dafür abgesperrt und ausgepumpt wird und auf dessen Grund dann ein Fahrradparkhaus mit 7000 neuen Stellplätzen abgesetzt wird. Nach vorraussichtlich fünf Jahren ist das Parkhaus dann im Flussbett versunken und der Fluss wird wieder laufen gelassen. Ein Parkhaus am/im Grund des Flusses – klingt irgendwie nach dem Starlight-Kasino aus Raumpatrouille Orion. Übrigens, am Tag wechseln hier Schätzungen zu Folge zwischen 800 und 1000 Fahrräder, meistens unfreiwillig den Besitzer. Aber dies unfreiwillig ein Weltweiter Rekord ist, ist Amsterdam in jeder Versicherungspolice bei Diebstählen ausgenommen.

Trotzdem ist Amsterdam auf der Erde geblieben. Entlang der vielen Kanäle befinden sich Bäume und parkende Autos. Mit dem aufkommen der SUVs dir den Bordstein nicht mehr merken, fallen jeden Monat zwei bis drei Fahrzeuge ins Wasser. Wie gut das solche Fälle nun für ganz Europa durch die EU geregelt wurden. Fährt/Rollt jemand mit seinem Fahrzeug ins Wasser und klettert dann heraus, so muss diese Person die kompletten Bergungskosten alleine tragen. Bleibt man jedoch an der Untergangsstelle des Fahrzeugs im Wasser, kommt die Feuerwehr um erst die Person und dann das Fahrzeug zu bergen. In diesem Fall ist die Bergung als Rettung durch die Versicherung abgedeckt. Finde ich Klasse diese Regelung, genau mein Humor…

Nicht typisch EU aber typisch Amsterdam ist, das sich an den Kanälen sowohl Coffeshops (Kneipen in denen legal Cannabis gekauft und konsumiert werden darf), Coffehouses (normale Cafés), aber auch diverse Sexshops, Eisdielen und Souvenirläden, direkt neben der Börse, Madame Tussauts oder dem Palast befinden. Ich finde, dieser Mix beschreibt die Offenheit der Niederländer sehr gut.

Insgesamt gibt es in Amsterdam knapp 100 Kanäle mit insgesamt ungefähr 100km Geamtlänge, die von knapp 1000 Brücken diverser Größen überspannt werden. Damit hat Amsterdam mehr Brücken als Hamburg und die wiederum mehr als die Stadt der Brücken in der Lagune Venedigs. Die älteste Brücke Amsterdams ist übrigens knapp 50m lang und stammt aus dem 17. Jahrhundert. Sie wurde vor knapp 60 Jahren an eine Privatperson in den USA verkauft, wo sie nun im Garten einen Teich überspannt. Ob diese Person auch einen Fährverkehr im Teich hat…?

Der Nachbau der Brücke hat nur knapp 60 Jahre gehalten, so daß sie kürzlich erneut erneuert wurde, zuletzt von einem Unternehmen aus Bremerhaven. Von außen sieht sie alt aus, aber darunter befindet sich eine moderne Stahlkonstruktion.

Die Innenstadt ist übrigens Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Die Häuser die auf Pfählen stehen und im Schlick kippen, dürfen daher nicht einfach aufgerichtet werden. Man wartet daher bis sie sich gegenseitig stützen, entkernt sie dann inkl. aller Treppen und Etagenbodenplatten um sie möglichst leicht zu machen, rammt dann mit 120 Tonnen Druck neue Pfähle in den Moden und erneuert so das Fundament. Erst dann kommen wieder Stockwerksdecken, Treppen und Decken rein. Insgesamt braucht man so pro Haus knappe drei Jahre.

Solche Renovierungen sind euer, aber die Kosten den Eigentümern wohl egal. Der Grund ist einfach: Egal ob Altbau in der Innenstadt oder Neubau im alten Industriehafen, fast alle Häuser enthalten Eigentumswohnungen. Wohnungen mit 40-60qm kosten aktuell zwischen 1,2 und 1,4 Mio EUR. Jetzt weiß ich, warum das Studentenwohnheim eine Containersiedlung ist…

Alles in allem ist Amsterdam wunderschön. Aber halt, ein Manko gib es. Da auch der Baugrund für Hotels teuer währe, gibt es mittlerweile 10 Hotelschiffe. Die dürfen, was nach internationalem Seerecht auf auf hoher See nicht zulässig ist, ihre Fäkaltanks in den Fluss leeren. Das sind pro Schiff zweimal am Tag ca 4000qm Fäkalien. Insgesamt also 80.000qm Fäkalien pro Tag für alle zehn Hotelschiffe zusammen.

Kein Wunder das die Kanäle alle zwei Tage gereinigt werden. Das Durchspülen funktioniert Recht einfach. Zunächst werden alle 16 Schleusen geschlossen, dann werden zwei geöffnet durch die sauberes Wasser aus dem Iselmeer in die Kanäle fließt, dann werden diese beiden wieder geschlossen und die anderen 14 geöffnet und das Wasser fließt in die Nordsee. Dir Strömung treibt das Dreckwasser dann bis an die Küsten Großbritanniens. Ich denke die Briten sollten über ihren vielen Regen froh sein, so werden wenigstens die Strände abgespühlt…

Das Amsterdam selbst aber Blitzsauger wirkt ist schnell erklärt, wirkt im Vergleich zu eben genannter Umweltverschmutzung aber fast schon lächerlich. Polizisten auf Fahrrädern oder als Touristen verkleidet beobachten die Leute. Ein auf den Boden gewordener Kaugummi, ein Zigarettenstummel oder eine Plastiktüte kosten 146 Eur Strafe – pro Müllstück.

Bei uns kehrt nun Ruhe ein. Zum Abendessen gab es Tortellinie mit Tomatensoße, wir sind alle geduscht, Leon und Chrissy schlafen und auch ich werde bald in den Alkoven klettern.

Daher zum Abschluss noch etwas schönes, den in Amsterdam wohl sehr bekannten fahrende Musiker:

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Mit dem Wohnmobil durch BeNeLux (2018) – Tag 0

Wir sind in den Niederlanden. Genau genommen auf der A30 kurz vor Lunteren und stehen auf einem Aurobahnrasthof.

Bis etwa 20:00 war Leon sehr vergnügt und genoss die Möglichkeit, durch die große Seitenscheibe heraus zu schauen. Ist schon toll, was man da alles sehen kann. Nach dem er aber eingeschlafen war, kippte sein Kopf immer nach vorne. Leider lässt sich auf der Rückbank des Womabiel (Leons Aussprache) der Sitz nicht nach hinten kippen. Nachdem Chrissy dann eine Stunde mit hinten saß und den Kopf hielt, haben wir beschlossen zu übernachten.

Morgen haben wir noch ungefähr eineinhalb Stunden bis den Helder, wo wird mit den Rädern und der Fähre auf die Insel Texel (gesprochen Tessel) übersetzen wollen.

Die Fahrt war an sich aber prima, abgefahren sind wir gegen 16 Uhr in Griesheim und Stau hatten wir keinen. Mit 110km/h sind wir auch gut voran gekommen. Ab 110km/h wird es doch sehr laut im Wohnmobil, besonders auf der Rückbank. Der Diesel dröhnt und die Windgeräusche durch den Alkoven werden ziemlich störend. Alles in allem war es aber wieder ein tolles Gefühl, einen großen Diesel zu fahren (anstatt wie sonst kleine Diesel, kleine Benziner oder Elektroautos). Einziges ärgerliches Manko: Ein großer, greller, weißer Blitz von der Brücke runter. Abstandsmessung – galt er uns? Ich habe eigentlich immer ausreichend Abstand eingehalten und mich auf der rechten Spur gehalten. Galt er dem Drängler auf der Nebenspur? Wer weiß, das wird die Zeit zeigen.

Nun ist es spät und wir sind alle müde. Mal schauen wie die erste Nacht wird. Direkt an der Autobahn ist es doch relativ laut. Unser Respekt gilt den Brummifahrern die das regelmäßig machen.

In diesem Sinne, gute Nacht!

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Mit dem Wohnmobil durch BeNeLux (2018)

Hurra, es ist da und wir sind zurück. Nein, nicht zurück aus dem Urlaub, sondern zurück von RC Reisemobile. Unser Auto wartet dort auf uns, das Wohnmobil begleitet uns solange. Ein Bürstner Lyseo A660 auf Basis eines Fiat Ducato.

Leon ist auf der Fahrt nach Hause eingeschlafen und hat im Hof schon direkt sein neues Bett getestet.

Jetzt heißt es einräumen und los…

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Ist das der endgültige Untergang der alten Dame?

Liebe Genossin Zypris,

ihre Aussage „Genau- die SPD hat sich durchgesetzt, Maaßen musste gehen. Welche Staatssekretäre der Minister nimmt, entscheidet er allein.“ heute auf Facebook ist in der Sache korrekt, so macht man sich das Leben leicht und kann munter weiter regieren und im Schatten der Groko-CDU endgültig verschwinden.

Es zeigt aber auch, dass sich die SPD für keinen Deal zu schade ist um an der Macht zu bleiben. Die Glaubwürdigkeit im Volk schwindet damit endgültig. Sie wollen es dem Wähler (und Ihrer eigenen Basis) ala Erfolg verkaufen, das ein sozialdemokratischer Staatssekretär gehen muss, damit eine Person bin crata befördert werden kann? Das ist nicht ehrlich, das ist feige und ein herber Schlag ins Gesicht der Landesparteien im Hessen-/Bayernwahlkampf und ein weiterer Zentimeter des Todesstoß es in das Herz der Sozialdemokratie! In Zeiten einer wiedererstarkenden Rechten, ein absolut unverantwortliches Handeln.

Es ist Zeit, geht auch genommen die letzte Möglichkeit, die SPD zu erneuern, ohne Groko, ganz ohne die ganzen „Altlasten“ – ohne die Genossin Nahles, ohne Sie!

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Karfreitag – Tag zum Gedenken oder ein Tag zum Aufbruch?

Gestern war Karfreitag – am 02.04.2010 fielen im sogenannten Karfreitagagefecht in Isa drei deutsche Soldaten und die Bundeswehr verschoss im acht Stunden dauernden Gefecht etwas mehr als 25.000 Schuss und verlor einen Dingo.

Die deutsche Politik schafft es auch heute nicht, von gefallenen Soldaten zu sprechen, obwohl es sich klar um einen Krieg handelt.
Was sie aber schafft ist sich blind an die aus der EU scheidende Marionette der USA zu klammern und die Differenz zu Russland weiter anzuheizen, obwohl Großbritannien Russland im Fall Skripnik nicht einmal die Möglichkeit für eigene Ermittlungen gibt.
Im Gegenzug schaffen wir es nicht, Despoten wie Erdogan die Stirn zu bieten und akzeptieren jede Grenzverletzung Israels.

Wir brauchen nicht wie die USA ständig Krieg im Ausland um unsere Wirtschaft anzukurbeln. Als Staat EU hatten wir den größten Binnenmarkt der Welt (und zudem auch noch das größte Militär der Welt). Es wird Zeit diesen Schritt endlich zu gehen!

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